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Bischwinder Kapell-Derby – Ein würdiger Abschluss der Bayerischen Meisterschaft

 Foto: DSKD

Mit dem 3. Bischwinder Kapell-Derby am 2. August 2026 fand der letzte Wertungslauf zur Bayerischen Meisterschaft des Bayerischen Seifenkistenverbands statt. Bei sommerlichen Temperaturen verwandelte sich Bischwind erneut in eine Rennstrecke voller Spannung, Begeisterung und echter Seifenkistenleidenschaft.

Obwohl das Fahrerfeld aufgrund der bereits begonnenen Sommerferien mit 15 Fahrerinnen und Fahrern etwas kleiner ausfiel, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Vom ersten bis zum letzten Lauf wurde um jede Millisekunde, jedes Hundertstel und sogar jedes Tausendstel gekämpft. Jeder Lauf konnte entscheidend für die Meisterschaftswertung sein, entsprechend konzentriert und engagiert gingen alle Fahrerinnen und Fahrer an den Start.

Vor allem der Spaß stand jedoch im Mittelpunkt. Überall waren lachende Gesichter zu sehen, die Kinder fieberten mit, feuerten sich gegenseitig an und genossen einen großartigen Renntag. Genau diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und familiärem Miteinander macht den Seifenkistensport so besonders.

Ein großes Lob gilt dem MSV Gerolzhofen sowie Rennleiter Uwe Müller und seinem gesamten Team. Mit viel Herzblut wurde nicht nur ein hervorragend organisiertes Rennen auf die Beine gestellt, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Direkt im Zielbereich warteten leckere Speisen und kühle Getränke auf Fahrerinnen, Fahrer und Besucher.Ein besonderes Highlight war der eigens organisierte Eiswagen, der bei den hochsommerlichen Temperaturen für strahlende Gesichter sorgte und wohl zu den beliebtesten Anlaufpunkten des Tages gehörte.

An diesem Tag zeigte sich einmal mehr, was den Bayerischen Seifenkistenverband ausmacht: Bayern hält zusammen.

Aus allen Teilen Bayerns reisten Fahrerinnen, Fahrer und ihre Familien an. Noch bevor der erste Start freigegeben wurde, packten alle gemeinsam mit an. Strecke aufbauen, Absperrungen stellen, Technik vorbereiten – jeder half dort, wo Hilfe gebraucht wurde. Genau dieses Miteinander macht unsere Rennserie so besonders.

Auch hinter den Kulissen gab es eine kleine Premiere: Die komplette Zeitnahme lag in diesem Jahr in Frauenhand. Theresa Haub führte mit viel Charme und guter Laune als Sprecherin durch den Renntag und koordinierte die Kommunikation mit dem Start. Nadine Haub und Melanie Techritz kümmerten sich um die Zeitmessung. Die drei hatten sichtlich Spaß und sorgten gemeinsam dafür, dass der Renntag reibungslos und mit bester Stimmung verlief.

Bischwind ist jedes Jahr eine Reise wert. Das familiäre Ambiente, die vielen Gespräche zwischen den Läufen, gemeinsames Lachen und das Schmieden neuer Pläne machen dieses Rennen zu etwas ganz Besonderem. Hier trifft sich die bayerische Seifenkistenfamilie – und genau das war auch in diesem Jahr wieder deutlich zu spüren.

Ein besonderes Kapitel schrieb Fynn Haub. Im Laufe der Saison ist er so sehr gewachsen, dass er nicht mehr in seiner Master-Seifenkiste starten konnte. Eigentlich sollte er die Saison in dieser Klasse beenden – stattdessen musste er kurzfristig den Schritt in die Eliteklasse wagen. Dank der großartigen Unterstützung unseres Partnerverbandes aus Baden-Württemberg konnte kurzfristig eine passende Elite-Seifenkiste ausgeliehen werden, während seine neue Rennkiste bereits für die Weltmeisterschaft organisiert wurde. So wird Fynn bereits bei der Weltmeisterschaft in Kematen an der Ybbs in der Eliteklasse an den Start gehen. Besonders gefreut hat das Amadeus Techritz, der sich nun über einen jungen Teamkollegen freut, der gemeinsam mit ihm den beiden erfahrenen "Oldmens" Jens Parniske und Ralf Techritz ordentlich einheizen möchte. Dass Fynn in der Eliteklasse angekommen ist, zeigte er bereits in Bischwind mit starken Zeiten und einer beeindruckenden Leistung. Man darf gespannt sein, was die kommende Saison bereithält.

Das letzte Rennen der Bayerischen Meisterschaft nutzten viele Teams bewusst, um noch einmal an ihren Fahrzeugen zu feilen, neue Einstellungen zu testen und die Abläufe zu perfektionieren. Denn das große Ziel ist nun die Weltmeisterschaft in Kematen an der Ybbs, die bereits in wenigen Wochen stattfindet.

In der Masterklasse fehlten die beiden Schwestern Jana und Sarah urlaubsbedingt. Dafür sorgte ein anderer Fahrer für Aufsehen: Winfried ("Winnie") Haub hat endgültig Gefallen am Seifenkistensport gefunden. Nach seinem erfolgreichen Einstieg wird er Bayern gemeinsam mit Pauline Haub in der Open Klasse bei der Weltmeisterschaft vertreten.

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch des hessischen Regionalleiters Frank Kapraun, der mit einer ganz besonderen Seifenkiste an den Start ging und damit für viele neugierige Blicke sorgte. Lieber Frank, es war schön, dass du den Weg nach Bischwind gefunden hast. Vielen Dank für deine tatkräftige Unterstützung und dafür, dass du beim Auf- und Abbau selbstverständlich mit angepackt hast. Genau diese gegenseitige Hilfe über Landesgrenzen hinweg macht unsere Seifenkistenfamilie so besonders.

Sportlich bot das 3. Bischwinder Kapell-Derby Seifenkistensport auf höchstem Niveau. Die Zeitabstände waren so gering, dass oft nur wenige Hundertstel über Sieg oder Niederlage entschieden.

Besonders spannend verlief die Rookieklasse. In einem nervenaufreibenden Duell setzte sich Leo Müller mit einer Gesamtzeit von 121,60 Sekunden hauchdünn gegen Martin Sarf durch, der mit 122,65 Sekunden einen hervorragenden zweiten Platz belegte. Doch damit nicht genug: Justus Triebel verpasste Rang zwei denkbar knapp und folgte mit 122,98 Sekunden auf Platz drei. Auch Konstantin Brandt mischte bis zum Schluss ganz vorne mit und belegte mit 123,01 Sekunden den vierten Rang. Diese unglaublich engen Zeitabstände zeigen eindrucksvoll, auf welch hohem Niveau sich unsere Nachwuchsfahrer inzwischen bewegen. Unsere Rookies brauchen sich vor niemandem zu verstecken.

In der Open-Klasse sicherte sich Winfried ("Winnie") Haub den Tagessieg und unterstrich damit eindrucksvoll, dass seine Rückkehr in den Seifenkistensport kein Zufall war und das er bereit ist für die WM in Österreich.

Nicht weniger spektakulär verlief die Eliteklasse. Hier entschied am Ende buchstäblich ein Wimpernschlag über den Sieg. Amadeus Techritz gewann mit einer Gesamtzeit von 119,88 Sekunden, gerade einmal eine Hundertstelsekunde vor seinem Vater Ralf Techritz, der 119,89 Sekunden benötigte. Knapper kann ein Rennen kaum entschieden werden. Auch dahinter wurde um jede Tausendstelsekunde gekämpft. Regionalleiter Jens Parniske belegte mit 120,18 Sekunden den dritten Platz und musste sich gleichzeitig gegen den stark auftrumpfenden Fynn Haub behaupten. Der Nachwuchsfahrer, der erstmals in der Eliteklasse antrat, überzeugte auf Anhieb mit einer Gesamtzeit von 120,44 Sekunden und zeigte eindrucksvoll, dass mit ihm künftig ganz vorne zu rechnen ist.

Die Ergebnisse des Tages machten einmal mehr deutlich: Das Niveau im Bayerischen Seifenkistensport ist so hoch wie lange nicht. Genau diese engen Entscheidungen versprechen schon jetzt eine spannende Saison 2027.

Nach den spannenden Rennläufen war der Tag noch lange nicht vorbei. Gemeinsam ging es im Anschluss zum traditionellen Kapellfest, wo bei zünftiger Musik, regionalen Spezialitäten und vielen guten Gesprächen der Renntag in gemütlicher Atmosphäre seinen Ausklang fand. Genau solche Momente zeigen, dass Seifenkistenrennen weit mehr sind als nur ein sportlicher Wettkampf – sie bringen Menschen zusammen und schaffen bleibende Erinnerungen.

Mit dem letzten Wertungslauf richtet sich der Blick nun endgültig auf das große Saisonhighlight: die Weltmeisterschaft in Kematen an der Ybbs. Bayern reist mit einer starken Mannschaft nach Österreich und darf sich in allen Klassen berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen machen.

In der Rookieklasse vertreten Leo Müller, Justus Triebel, Konstantin Brandt, Moritz Mommerskamp die bayerischen Farben.

In der Masterklasse ruhen die Titelhoffnungen auf den Brandt-Schwestern Jana und Sarah, die mit ihren konstant starken Leistungen zu den Favoritinnen auf den Weltmeistertitel 2026 zählen.

Für die Open-Klasse gehen Winfried ("Winnie") und Pauline Haub (beide MSV Gerolzhofen) und Laura Hollweck für das Gartenstadt Racing Team an den Start.

Besonders stark ist Bayern auch in der Eliteklasse aufgestellt. Hier treten Fynn Haub (MSV Gerolzhofen), Amadeus und Ralf Techritz (Techritz Soapbox Racing), Jens Parniske (MSF Siegenburg) sowie Annika Hollweck (Gartenstadt Racing Team) an.

Mit dieser breit aufgestellten Mannschaft reist Bayern bestens vorbereitet nach Österreich. In nahezu jeder Klasse zählen unsere Fahrerinnen und Fahrer zum erweiterten Favoritenkreis. Wir wünschen unserem gesamten Team erfolgreiche, faire und unfallfreie Rennen und drücken fest die Daumen, dass möglichst viele Weltmeistertitel den Weg nach Bayern finden.

Impressionen vom Renntag: