Bayern bei der Weltmeisterschaft 2026

Foto: DSKD
16 bayerische Starter – sechs Podiumsplätze und ganz besondere Geschichten
Die Weltmeisterschaft 2026 in Kematen an der Ybbs war auch für die bayerische Seifenkistenszene ein ganz besonderes Wochenende.16 Fahrerinnen und Fahrer aus Bayern gingen in vier Klassen an den Start: fünf in der Rookie-Klasse, zwei in der Master-Klasse, drei in der Open-Klasse und sechs in der Elite-Klasse.
Und Bayern konnte sich sehen lassen:Sechs Podiumsplätze, zwei Weltmeistertitel, zwei zweite Plätze und zwei dritte Plätze.Doch hinter diesen Zahlen stehen vor allem ganz besondere Geschichten.
Rookie – Nachwuchs sorgt für Furore
Fünf bayerische Fahrer gingen in der Rookie-Klasse an den Start:
Konstantin Brandt (121), Justus Triebel (117), Martin Sarf (111), Leo Müller (107) und Moritz Mommerskamp (124).
Und gleich drei von ihnen schafften es aufs Podium!
Konstantin Brandt fuhr mit einer Gesamtzeit von 2:49,710 Minuten zum Weltmeistertitel.
Dahinter sorgte Justus Triebel für eine der größten Überraschungen der gesamten Weltmeisterschaft. Mit 2:49,876 Minuten belegte er Platz 2 und ließ dabei zahlreiche erfahrene Fahrer, darunter deutsche Meister und Europameister, hinter sich.
Ein weiterer bayerischer Neuzugang sorgte ebenfalls für Begeisterung:
Martin Sarf hatte erst wenige Rennen absolviert und konnte sich bei seiner ersten Weltmeisterschaft hervorragend behaupten. Mit 2:50,180 Minuten fuhr er auf Anhieb auf Platz 3.
Was für ein Einstand!
Leo Müller belegte mit 2:51,940 Minuten Platz 10, Moritz Mommerskamp kam mit 2:59,435 Minuten auf Platz 24.
Drei bayerische Fahrer unter den ersten drei – besser hätte die Rookie-Klasse aus bayerischer Sicht kaum laufen können.
Master – Jana Brandt verteidigt ihren Weltmeistertitel
In der Master-Klasse vertraten Jana Brandt (204) und Sarah Brandt (209) die bayerischen Farben.
Und Jana hat es wieder geschafft:
Jana Brandt ist erneut Weltmeisterin!
Mit einer Gesamtzeit von 2:38,245 Minuten sicherte sie sich den ersten Platz und verteidigte damit erfolgreich ihren Weltmeistertitel. Was für eine Leistung!
Auch Sarah Brandt schaffte den Sprung aufs Podium. Mit 2:39,480 Minuten belegte sie Platz 3.
Damit standen beide bayerischen Starterinnen in der Master-Klasse auf dem Podium.
Open – Rückkehr, Aufstieg und eine ganz besondere Geschichte
Auch in der Open-Klasse war Bayern mit Winfried Haub (401), Laura Hollweck (412) und Pauline Haub (416) vertreten.
Die wohl außergewöhnlichste Geschichte schrieb dabei Winfried Haub.
1973 saß Winie zuletzt in einer Seifenkiste.
53 Jahre später kehrte er zurück – und stand wieder auf der Rampe einer Weltmeisterschaft!
Mit einer Gesamtzeit von 3:24,309 Minuten belegte er Platz 11.
Allein diese Geschichte ist etwas ganz Besonderes und zeigt, dass Seifenkistensport keine Frage des Alters ist.
Pauline Haub wechselte in dieser Saison frisch aus der Rookie-Klasse in die Open-Klasse und stellte sich damit einer neuen Herausforderung. Mit 3:21,195 Minuten erreichte sie einen hervorragenden 5. Platz.
Laura Hollweck belegte mit 3:21,115 Minuten Platz 4 und verpasste das Podium nur knapp.
Elite – Bayern mit sechs Startern
Besonders stark war Bayern in der Elite-Klasse vertreten.
Sebastian Strohmaier (306), Jens Parniske (309), Ralf Techritz (311), Amadeus Techritz (314), Fynn Haub (315) und Annika Hollweck (317) gingen in der höchsten Klasse an den Start.
Und auch hier gab es einen bayerischen Weltmeister:
Sebastian Strohmaier ist Weltmeister 2026!
Mit einer Gesamtzeit von 2:39,671 Minuten fuhr Sebastian zum Sieg und sicherte sich damit den Weltmeistertitel.
Annika Hollweck erreichte mit 2:41,463 Minuten einen starken 6. Platz.
Amadeus Techritz startete in dieser Saison erstmals in der Elite-Klasse. Seine neue Kiste wurde über den Winter vom bayerischen Seifenkisten-Papst Herbert Schneider gebaut. Mit 2:41,415 Minuten belegte Amadeus Platz 5.
Auch Jens Parniske kämpfte sich durch die Elite und erreichte mit 2:42,323 Minuten Platz 10.
Fynn Haub wechselte ebenfalls frisch in die Elite-Klasse und ging dort mit einer neuen Seifenkiste an den Start. Mit 2:42,410 Minuten belegte er Platz 12.
Ralf Techritz erreichte mit 2:43,126 Minuten Platz 16.
Gartenstadt Racing Team wieder zurück
Eine weitere schöne Geschichte war die Rückkehr des Gartenstadt Racing Teams.
Mit Laura Hollweck in der Open-Klasse und Annika Hollweck in der Elite-Klasse war das Team wieder zurück auf der Rampe – und beide konnten sich im internationalen Starterfeld hervorragend behaupten.
Schön, dass ihr wieder da seid!
Bayern kann stolz sein
16 bayerische Fahrerinnen und Fahrer gingen bei dieser Weltmeisterschaft an den Start.
5 Rookie
2 Master
3 Open
6 Elite
Und gemeinsam holten sie:
3 Weltmeistertitel
1 zweiten Platz
2 dritte Plätze
6 Podiumsplätze insgesamt
Genau das ist Seifenkistensport.
Hier kann ein Neuling ganz nach vorne fahren.
Hier kann ein Underdog Geschichte schreiben.
Hier kann jemand nach Jahrzehnten zurückkommen.
Und hier kann jeder seine ganz eigene Geschichte erzählen.
Bayern war bei der Weltmeisterschaft 2026 nicht einfach nur dabei.
Bayern war mittendrin.
Und darauf dürfen wir stolz sein.
Denn am Ende sind wir zwar Konkurrenten auf der Rennstrecke – aber neben der Strecke Teil einer großen internationalen Seifenkistenfamilie.
























